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Guck mal, Paul, von hier oben kannste runter gucken!

So ist es. Nun habe ich (bzw. haben Sie) die oberste Ebene des Dada-Turms erreicht. Was jetzt so kommt, ist so weitsichtig, dass keine weitere Ebene notwendig ist. Ab dieser Ebene werde ich im Laufe der Zeit weitere dadaistische Texte einstellen.


Lebenslinien

 
In Anbetracht dessen, was ich sehe,
nehme ich mir die Zeit zu verstehen.
 
Erlebtes zu verarbeiten, bedarf einen klaren Verstand.
Nicht selten prognostiziert mein Ich Dinge,
die im Nach hinein anders verlaufen sind.
Zeitzeugen werden dies wiederum anders deuten,
weil ihre Sicht eine andere ist.
Letztendlich spiegelt sich Gewesenes in uns wider,
nicht unbedingt schmeichelnd anzusehen. 

Jeder ist seines Glückes Schmied.
Nur, wer hat die Kraft den schweren Hammer zu heben?
Die Glut des Lebens zu beherrschen?
So ist das, was ich tue oder getan habe,
eine Lebenslinie gezeichnet von der alten Mutter.
Wohl wissend zittrig in all den Jahren.
Erhebungen und Senkungen als Freude und Leid getarnt. 

Kann ich die Linie verändern und warum?
Jede Veränderung birgt in sich wieder Höhen und Tiefen.
Wäre sie doch sonst eine glatte Linie.
Bedeutet sie, die glatte Linie doch das Ende, den Stillstand dieses Lebens.
Sorgen also Schwankungen der Linie für Vielfalt im Leben?
Sorge ich selbst für diese Schwankungen oder sind diese mir vorgegeben?
 

In Anbetracht dessen, was ich verstehe,
nehme ich mir die Zeit dies zu sehen.


ObdachLos 

Aufgeweckter Straßenlärm lassen meine müden Knochen erwachen.
Schlecht geträumt in der letzten Nacht,
kein helles Glöckchen, das klingelt in jener Nacht.
Packe meine Sachen, wie jeden Morgen und mache mich auf den Weg.

Gestresste Gesichter schauen mich an,
ungläubig dessen, was sie sehen.
Sie, die Menschen auf der glücklichen Seite des Lebens,
Sie, die mein Leben nicht kennen, nicht führen. 

Ich gehe weiter, vorbei an Geschäften, mit der Botschaft glücklich zu sein.
„Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein“ so steht es in großen Lettern.
Ich, Mensch, setze mich nieder, den Becher vor mir.
Vielleicht reicht es heute für eine warme Mahlzeit?!

Zu lange schon bin ich auf der Straße,
zu lange allein in dieser Welt.
Versuche es zu ertragen,
was mir immer schwerer fällt. 

Die Sonne verabschiedet sich vom Tag,
der Mond lässt mich ziehen mit dem, was ich habe.
Mein Magen ist hungrig, zu wenig im Becher des Tages.
Reicht für den Fusel vom Kiosk an der Ecke. 

Frierend und müde erreiche ich mein zuhause,
mein warmes Plätzchen, gehütet wie ein Schatz.
Lege mich nieder, der Fusel wärmt meinen Körper.
Warte auf das Glöckchen, das klingelt. 

Und siehe da, ein Klingeln ertönt in meinen Ohren,
weckt mich zum Aufbruch in die Vergangenheit.
Klare Bilder aus glücklichen Tagen
Lassen mein Herz erfreuen. 

Ich sehe dich, geliebtes Wesen,
wie du mit mir den Tag verbringst.
Zärtlich berühren deine Hände mein Gesicht.
Ich bin so froh dass es dich gibt.  

Wir lachen und scherzen, zu schön ist dieser Tag.
Der Abend lässt uns träumen bei Kerzenschein und guter Musik.
Du bist mein Leben, mein Glück in dieser Welt.
Ich höre deine Stimme, sie ruft nach mir. 

Der Morgen ist kalt, der Boden gefroren.
Viel zu früh, der Winter in diesem Jahr.
Die Decke zu dünn für diesen Morgen,
sie hält den Körper nicht mehr warm. 
 

  

Der Garten der Lüste
( die Zeit des Hieronymus Bosch)


Kleine Eiszeit lässt das Hungern zu.
Epidemien erfreuen sich bester Gesundheit.
So lebt es sich in dieser Zeit.
Malleus Maleficarum, der Hexenhammer,
Vernichtung und Verfolgung des Bösen,
Gesegnet seid ihr Inquisitoren, bewusst, das Verderben auszurotten.

 
Hagazussa, Hexenbrut, schön dass es euch gibt.
Seid ihr doch schuld an alledem.
Schaut nur, wie sie es schaffen, euch, gequältes Volk,
das Werk des Teufels vorzuführen:
Antoniusfeuer, pestbringende Ketzerei,
umgestülpte Trichter schützen vor Dämonen.

 
Oh, schaut nur, ein Leben voller Harmonie,
Quacksalber und Gaukler geben dir die Möglichkeit.
Ketzer, der dies anders sieht.
Rabe und Pfau sehnen sich nach Zweisamkeit.
Unglaube und Eitelkeit, gottverlassene Welt.
Gedankenverlorene Zinker wissen ihrer Kunst.
Können spielend überzeugen, das Leben einzusetzen.

 
Evolution des Lebens:
fruchtbares Wasser lässt neues Leben entstehen.
Schutzsuchend im Ei des Universums.
Den Ibis stört es nicht, zu beschäftigt mit dem Wiederkäuen gehabter Vergnügen.
Verschmähter Schutz denen, die das Ei nicht erreichen.
Ihnen bleibt der Weg der Harmonie.
Tönender Lärm begleitet ihren Weg und lässt sie sterben.
Verschlungen, entleert, Wiedergeburt im Sumpf des Verderbens.

  

Da hält ein Auto

Da hält ein Auto.
Warum hält es an, was hält das Auto auf?
Hält das Auto dies für richtig oder hält es sich selbst für haltlos?
Halten wir mal fest: das Auto hält.
Nehmen wir an, es hält weil ein Igel den Weg kreuzt.
Letztendlich könnte das Auto weiter fahren.
Was hat das Auto mit dem Igel zu tun, oder der Igel mit dem Auto?
Oder der Fahrer mit dem Auto, der Igel mit dem Fahrer, der Fahrer mit dem Igel?
Es könnte ja sein, das der Igel gar nicht wollte, dass das Auto hält.
Hat das Auto oder der Fahrer des Autos in irgendeiner Form vor dem Halten den Igel gefragt, ob der Fahrer des Autos bzw. das Auto halten soll?
Sicherlich, dem Auto bzw. dem Fahrer des Autos sei Dank, der Igel lebt.
Er, der Igel konnte sicher weiter laufen, den Weg kreuzen. 
Vielleicht hält das Auto aber nicht weil ein Igel den Weg kreuzt.
Es hält, weil der Fahrer des Autos welches hält, das so wollte.
Jetzt kann man sich fragen, warum wollte der Fahrer des Autos, welches hält, das es hält?
Es war, wie wir wissen, nicht wegen des Igels.
Schließlich hat der Igel darum nicht gebeten, dass das Auto seinetwegen hält.
Könnte es sein, dass das Auto hält, weil der Fahrer des Autos, das hält, etwas vergessen hat?
Menschen vergessen gerne etwas, besonders unschöne Dinge werden gerne vergessen.
Aber warum sollte der Fahrer des Autos, welches hält, ausgerechnet wegen des Vergessens anhalten?
Kann er damit das Vergessene unvergessen machen? Kann er das Vergessene unvergessen machen, in dem er das Vergessene holt? Er holt etwas Vergessenes. Wie geht das?
Nun, dazu muss man wissen, was der Mann, dessen Auto hält, vergessen hat.
Nehmen wir an, er, der Fahrer des Autos, welches hält, hat vergessen, was er eigentlich vergessen hat.
Das macht die Suche nicht leichter. Nun hat er nicht nur das Vergessene vergessen, er kann es auch nicht mehr unvergessen machen, weil er es vergessen hat, was er vergessen hat.
Die Frage ist jetzt, wie lange hält das Auto das durch?
Kann es einem Auto nicht völlig egal sein, ob der Fahrer des Autos, welches hält, etwas vergessen hat? Inwieweit ist das ein Grund anzuhalten, wo doch dem Fahrer klar ist, dass das was er vergessen hat, nicht unvergessen machen kann?!
Ist es gar unhöflich, dem Igel gegenüber, das nicht wegen des Igels der Wagen hält, sondern wegen etwas Vergessenes, welches wiederum vergessen wurde?!
Hier zeigt sich deutlich, das wenn ein Auto hält, keiner genau wissen kann, warum es hält bzw. ein grundloses Halten immer wahrscheinlicher wird.


Hast du das jemals gesehen?

 
Hast du das jemals gesehen?
Lachende Kinder tanzen auf den Wolken,
die sie in die Lüfte tragen.
Anmutig, freundlich schaut der Mond dabei zu.
Traurigkeit ist hier verbannt,
gefangen hinter einer dunklen Wolke.
Kein böses Wort erklingt im Raum der Zeit.
Sie, die Kinder erleben die Wirklichkeit.


Hast du das jemals gesehen?
Verkehrtes Licht lässt einen Mann erblicken,
wartend auf das, was ihm so wichtig ist.
Trauriges, verletztes Gefühl spiegelt sich wider
im Antlitz des Fremden.
Längst abgelaufen, die Zeit der Hoffnung.
Verkehrtes Licht lässt den Mann weichen.
 

Hast du das jemals gesehen?
Im Schatten eines verdorrten Baumes,
knochige Finger wühlen die heiße Erde auf.
Verblasster Augenglanz suchend nach etwas,
was längst vertrocknet.
Anständig wartend eine Vogelschar,
bewusst der leichten Beute.




Der folgende Text ist Harald und Elke gewidmet. Harald musste vor 10 Jahren erfahren, dass sein Herz ihn nicht mehr am Leben erhalten würde und somit dringend eine Herztransplantation notwendig sei.

Harald, selbst im Besitz eines Organspendeausweises, musste nun warten bis ein geeignetes Herz gefunden wurde. Schwere Zeiten für Harald und Elke. Mehr hierzu können Sie im Internet erfahren indem Sie nach Harald Hoffmann suchen.

Leider leben sehr viele Menschen mit einem Herzfehler, die dringend auf ein Spenderherz warten. So auch Alina (11 Jahre). Ihre Mutter bat mich, meinen Text zu "Goldenes Herz" auf ihrer Homepage:

http://alina-herzkind.npage.de/gedichte_92452867.html
 veröffentlichen zu dürfen. Ich habe diesem Wunsch gerne zugestimmt und wünsche Alina, dass sie bald ihr Herz findet. 



Goldenes Herz
 

Langsam zerstört, was so wichtig im Leben.
Warnende Signale in die Luft geblasen,
egoistisch allemal.
Treibender Motor hält mich in Bewegung,
Gedankenverloren, was morgen wohl sei.

Plötzliche Beklemmnis macht mich nervös.
Unmögliches soll mir passieren?
Treibender  Motor, wo bleibt deine Kraft? 
Schuldgefühle quälen mein Herz.
Unvernunft kämpft gegen Verzweiflung an,
Glauben verliert an Hoffnung.
 
Seltsames Treiben beunruhigt meinen Körper.
Verloren mein Glück? Kämpfen sinnlos?
Spürbares Ende, so nah.
Hoffnung umklammert  meine Gefühle.
Sinnlos zu glauben, es gehe weiter,
weiter in dieser Form.

Wandeln, Handeln, Gedanken zermartern mein Gehirn.
Gestrandet, nicht verloren.
Die Kraft der Hoffnung trösten  meine Gedanken.
Weiter leben, was längst tot gesagt.
Rettendes Organ, kann mir helfen.

Dankbar wartend auf diesen Tag.
Träume, Ängste, Hoffnung, spielen mit mir.
Wann kommen die erlösenden Worte?
Wieder und wieder, warten auf ein schlagendes Herz.
 
Ein Tag, wie kein anderer,
ersehnter Anruf, angespanntes Tun,
nicht wirklich wissend, was mich umgibt.
Stille, Dunkelheit. Ruhiger Körper, klopfendes Herz.
Unendliches Glück lässt es schlagen, wieder und wieder.

Gutes Gefühl wärmt meinen Körper.
Meine Augen sehen dich, die du gelitten.
Spuren der Verzweiflung und Hoffnung in deinem Gesicht.
Dankbar bin ich dir, die meine Hand gehalten.

Goldenes Herz, ich bin dir dankbar,
niemals aufgegeben, gekämpft und ertragen.


Oft habe ich beruflich in Köln zu tun. Da es, wie in allen Großstädten, Parkplatzprobleme gibt, hatte ich eine Zeit lang einen Parkplatz angemietet. Der Verwalter, ein älterer Herr (92 Jahre) war sehr freundlich und erzählte mir von seiner, erst vor kurzen gestorbenen, Frau. Die gemeinsame Zeit mit ihr. Stolz zeigte er mir Bilder aus jenen Tagen, erzählte mir, wie schwer es war, in den Kriegsjahren an ein Hochzeitkleid zu kommen.  

Erinnerung
 

Welt gerettet, Welt verloren,
Vergilbter Glanz gerahmt aus einer Zeit,
die längst vergangen.

Wiederkehrende Gedanken an dich,
die du mir so vertraut.
Allein gelassen, schweres Herz.

Ein Bild aus vergangenen Tagen
Holt mich ein und lässt mich träumen.
Holde Maid in meinen Armen,
das Kleid so schön in dieser Zeit.

Tanzen, lachen, weinen
Vereint ein Leben lang.
Schöne Zeiten, schwere Zeiten,
niemals ohne dich.

So bleibt bei mir, vergangene Tage,
erfreut mein Herz in dieser Zeit.
Laut ruf ich deinen Namen in alle Ewigkeit.   


In der Zeitung las ich, dass ein Mann arbeitslos geworden, Wohnung verloren, alle Hoffnungen in die Zukunft aufgegeben hat, sich zum Sterben in einen Hochsitz gelegt hat. Ein, bei dem Toten, gefundener Abschiedsbrief spiegelte die Verzweiflung dieses Mannes wieder.


Hochsitz

Ref.           So schaue ich in die Sterne, der Himmel ist frei. Glücklich mein Herz, die Seele findet Ruh. Ich falle ins Ungewisse und fühle mich glücklich dabei.

Geschlagen von der Welt, aussichtslos mein tun. Finde keinen Weg zurück. Wohin soll ich gehen? Laufe durch die Straßen, Schaufenster spiegeln mein Gesicht. Stumm sehe ich wie der Glanz verschwindet. Ref.  Zurück zur Natur, der ewige Kreislauf rührt mein Herz, so spüre ich es. Spüre den Duft des Waldes, dominant in seiner Pracht. Gehe weiter und weiter, Gedanken verloren. Tränen nehmen mir die Sicht. Suche den Weg der Verlorenen, falle ins Gras, die Lichtung lässt den Blick frei. Ref.  Der Morgen ist kühl, Tau benetzt die Haut. Vögel ziehen ihre Bahn. Sonnenlicht umgarnt des Waldes Kleid, will wärmen was da liegt im Gras, längst vergessen in jenem Leben. Lautlos greift das Unsichtbare meine Seele, Zufriedenheit und Wärme beherrschen mein Ich. Ref.


Demenz

Der Begriff Demenz bezeichnet einen Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit. Man versteht darunter vor allem die Abnahme von Gedächtnisleistung und Denkvermögen. Dieser Verfall betrifft zunächst die Aufnahme bzw. das Wiedergeben neuer gedanklicher Inhalte, so dass die Orientierung (wo bin ich, was passiert gerade), die Urteilsfähigkeit, aber auch die Sprach- und Rechenfähigkeit sowie Teile der Persönlichkeit zerstört werden.
Bei meinem Besuch in einem Altersheim, habe ich erlebt wie ein Mann auf mich zukam und mich herzlich umarmte. Er dachte, ich wäre sein Sohn. Während der Umarmung merkte er wohl, dass irgend etwas nicht stimmt. Immer wieder setzte er ein Gespräch mit mir an und mit jedem Satz wirkte er verzweifelter. Ich umarmte ihn, nahm seine Hand und ging mit ihm in den Speisesaal wo bereits das Essen für ihn vorbereitet war.
Dieses Erlebnis hat mich zutiefst bewegt.  

Allein oder der Weg der Demenz

Ich stehe hier und schau dich an.
Unverkennbar der Glanz in deinen Augen.
Anmutig deine Stimme, die so oft gehört.
dein Singen erfüllt mein Herz mit Freude.
Ich schau dich an, ich stehe hier,
versunken, ohne Worte, sie fehlen.
Du bist so nah, es ärgert mich, will dir soviel sagen.
Fetzen von Wörtern zermahlen mein Gehirn.
Komm, sprich du mit mir, ergänze was mir fehlt.
Alles ist so fremd, sag du mir wo wir sind.
Du redest nicht, du lächelst mich an,
will greifen nach deiner Hand
Unendlich still wird es nun,
Tränen füllen meine Augen.
Allein, allein, auf weiter Flur,
ein Gong ertönt in meinem Ohr.
Ich sitze da, der Tisch gedeckt,
das Glas gefüllt mit Saft, wie ich ihn mag.
Du reichst mir das Essen, den Löffel zum Mund.
Schmeckt es Ihnen gut, sind deine Worte..

Ich stehe hier und schau dich an……



Mit der Zeit wuchs mein Interesse mehr an inhaltlich ausdrucksstärkeren Texten. Texte, die die Phantasie des Einzelnen wecken. Texte, die zum Nachdenken anregen. Hierbei haben mich besonders die Texte von Frank Zappa, der Band: van der Graaf Generator sowie Amon Düül II, inspiriert.


Der Arbeiter

Dampfend, stampfend, Höllenlärm,
Rohre biegen sich aus Stahl.
Schwitzende Gesichter trotzen der Glut.
Gläser fließen fließend auf dem Bande,
buntes Treiben allemal.
Augen schauen prüfend, finden jeden Fehler.
Unerträglicher Lärm, sterbendes Hören.
Wasser läuft in Strömen, Körper trocknen aus.
Tag und Nacht, stetes Schaffen, Pausen viel zu kurz.
Zügig, zügig, hallt es von den Wänden.
Ölverschmierte Räder sorgen für den Takt.
Niemals, niemals werden wir ruhen,
Hast ist unser Lieblingswort.
Mensch, der du bist der Sklave,
halte durch bis zu deinem Tod. 


Des Wächters Herz wird schwer

 
Erkennbar leicht zu begreifen,
Frühlingsluft lässt Blumen sprießen,
Bäume stellen sich dar wie ein Pfau.
Buntes Treiben auf den Wiesen,
Insekten tanzen in der lauen Luft,
gefressen von denen die gefressen werden.
Die Lerche singt ihr Lied auf der Empore,
immer höher steigend der Sonne entgegen.
Ein alter Mann schaut ihr zu.
Schützend hält die Mutter ihr Kind,
staunende Augen erblicken die Vollkommenheit.
Natur im Einklang mit dem Leben.

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Zerstörendes Tun unaufhaltsam in dieser Zeit,
schmelzende Pole, hungriger Bär auf dem Eise treibend.
vertrieben aus seinem Revier.
Müll bestimmt den Lebensraum des Räubers,
längst hat er keinen Hasen mehr erlegt.
Fuchs, du hast die Gans gestohlen….
GENeriertes Leben wächst in dieser Welt.
Hörst du den Kuckuck rufen?
Kein Ei im Nest des anderen.
Sonne im Schleier des Todes,
giftiges Wasser spiegelt das Elend wider.
Warum lassen wir es zu?
Komm, und lass uns beenden, was der Wächter nicht kann.
Wiederkehrende Freude, die unser Herz belebt.
Passendes Tun, ohne Angst und Scheu.


Zeit

Ref. Liege im Sand und fühl mich wohl, höre die Stimme, die ruhig spricht.

Leben, Leben ist das Ziel, viel zu tun, will es erreichen. Hektik treibt den Motor an, Stillstand nicht erlaubt. Lautes Hämmern in meinem Kopf, werde es verdrängen. Weiter, weiter muss es gehen, will das Ziel erreichen. Muss noch lernen mit dem Ziel umzugehen, Hilfe wird mir nicht gegeben. Niemand schaut den anderen an, etwas muss geschehen.  Ref.  Wiederkehrende Abendsonne spiegelt sich im stillen Wasser. Grenzenloser Horizont verwöhnt mein Auge wunderbar.  Städte leuchten im Neonlicht, Menschen strömen durch die Straßen. Richte mein Auge auf irgendwas, habe es schon verloren. Suche weiter und weiter. Die Zeit rinnt mir aus der Hand, ich kann sie nicht mehr halten. Klammere mich an meinem Glauben, das Ziel zu erreichen. Bin ich es wirklich, der dieses will?  Ref.   Ruhe kehrt in meinem Körper ein, ich spüre was ich wirklich will. Die Zeit  - die Zeit für dich und mich. Freundliche Menschen schauen mich an, sie alle kennen das Gefühl der Einsamkeit, sie haben es nicht vergessen. So lass uns beschließen diesen schönen Tag In Anmut und Freude für das Sein. Wir liegen uns in den Armen und träumen, träumen von der Liebe und die Nachtigall singt dazu. Ref.




In dieser Zeit habe ich mich mehr mit Wort-Spielereien beschäftigt. Als externer Programmierer erhielten meine erstellten Cobol-Programme den Begriff: "Zwischenfelder". Warum auch immer "Zwischenfelder", die Felder hätten auch "Arbeitsfelder" heißen können oder "Work-Bereich" oder oder. Erstaunlicherweise hat sich diese Bezeichnung nicht nur in meinen Programmen fortgesetzt :-)) Was kann man nicht alles zwischenspeichern:

Dada-dies-und das


Rechtschaffenheit ist nur dann rechtens,
wenn die Einheit es schafft, Recht zu behalten.

Ein Einzug ohne Verzug
Bedarf eines Auszugs vor dem Umzug.

Um des Hören, Hören willen
muss man hören, was sich gehört
andernfalls zerstört das Gehörte
Hörenden die Hörigkeit.

Unlustiges kann entstehen,
wenn Lustiges an dem Un vorbeizieht.

Der Würfel ist gefallen,
wann steht er wieder auf?

Übersinnliches kann Sinn machen, wenn es sinnvoll ist.
Ein Sinneswandel wiederum macht nur Sinn,
wenn der Sinn des Wandelns nicht sinnlos ist.

Auge um Auge, Zahn um Zahn,
führt zu einer zahnlosen Blindheit.

Viel: dieses Wort gibt viel her.
Vielmehr als vielleicht vermutet.
Viel zu viel ist von Viel zu viel
wobei viel zu wenig nicht viel über das Viel aussagt.
Vielflieger sehen mehr als viel zu wenige.
Viel Harmonie klingt musikalisch schön.
Vielseitig sein bedarf vieler Saiten. 
 

Nach Rom fuhr eine Wanze
verlor dabei das "w"
so wurde aus Rom eine Romanze




Wandlungen sind des vollen Müterich’s Zonen.
Konsequenz bedeutet Dummheit, da der Mensch nur einmal lebt.
Brüder der Zone vereinigt euch und werdet.
Zu führen ein Leben unter der Sonne.
Welten springen und werden zu einer,
geboren durch des Universums Saft.
Trocken, schlaff, schließt der Bogen ein,
die Welten der Toten.


In der Geschichte leere,
stehen zwei, ei!
Wieso kommt der Ziegenzack
herab gezackt, gelackt?
Der Kirchenstuhl stuhlt um die Ecke,
gelobet sei des Himmels Decke!
Gelder, Felder, Relder bälder auch,
machen Gossen, Flossen Gebrauch.
Trauben erheben sich schwebend, babbelnd
Den Hang herang, wie gemein.
Kot liegt zu meinen Vaters Füßen,
der da liegt im Blute des Gesandten.
Muffig, knuffig, riecht die Bude,
Leere erfüllt mein geplatztes Herz.
Da fliegt er, der Vogel der alte,
gekehr glotzend auf das Schaf.


Sinnestäuschung
Täuschen wir vor.
Jeder, jedem, allemal
Immer wieder zweckentfremdet.
Freunde, Feinde, Überrest,
glaubt an des Wortes Witzes.
Kleiner Reiner sucht sein ich,
reitet aus ins Weltall rein.
Kleiner Reiner scheine weiter,
scheine auf zum Himmelstor.
Freudig werden dich begrüßen
Ein bunt geschmückter Federnchor.